Reisejournal 1 2022/2023 – Trifels

Durch Auswärtsspiele in Trifels, in Dahn, in Dansenberg, in Rodalben, in Ottersheim oder Bellheim oder Zeiskam oder Kuhardt sowie in Thaleischweiler, stehen die Herren 2 vor der Kilometerreichsten Runde seit Jahren. Damit sich diese Fahrten Ergebnisunabhängig auch lohnen begrüßen wir Sie hier zur ersten Ausgabe des Reisejournals der zweiten Hornissengarde. Im Grunde nur einem Vorwand um etwas längere Spielberichte schreiben zu können.

Herren 2 feiern ersten Saisonsieg

Die zweite Hornissengarde feiert durch einen 27:28 Sieg im fernen Trifels die ersten Punkte der Saison uuuuuund bedankt sich schon in der Einleitung bei den Damen 2 bevor wir noch Ärger bekommen.

1. Reisetipp um die Stresshormone zu beruhigen: Spazieren im schönen Trifels

Nach Niederlagen am ersten, zweiten und dritten Spieltag kam das Aufeinandertreffen mit der im Vorfeld ungeschlagenen HSG Trifels nicht gerade zum besten Zeitpunkt. Mit zwei Siegen sowie einem Unentschieden belegten die Gastgeber den geteilten ersten Platz. Hinzu kam das sich durch gut platzierte Urlaube, einer Erkältungswelle sowie Verletzungsausfällen der Kader der Hornissen erneut von selbst stellte. Als wäre das alles nicht schon Aspirin befürwortend genug gewesen, musste die Qualitätsmanagement Abteilung der Herren 2, noch wenige Stunden vor Beginn der Partie, die in Ludwigshafen und Umgebung verstreuten Auswärtstrikots einsammeln.
Bis auf VTV Spielertrainer Benjamin Schäfer war die HSG mit ihrer Halle Neuland für alle. Doch diese musste erst einmal gefunden werden. Denn auch Fähnleinführer Schäfer war vom Hogwartsähnlichem Anwesen, der Realschule Plus Anweiler überrumpelt worden. Nach einem Wandertag über nahezu den gesamten Schulhof, vorbei an zahlreichen Gebäuden mit Liebesbeweisen, eingerahmt in eher Parallelogramm förmigen Herzen. Unter einem Sommerpavillon durch, an einem Insektenhotel vorbei bei und abschließend mit der Erkenntnis des heutigen Bierdienstes, dass er den Kasten im Auto liegen gelassen habe und den ganzen Weg nochmal laufen dürfte, kamen die Hornissen schließlich in der Sporthalle an. Es dauerte nicht lange und schon entstand auf Seiten der VTVler das beruhigende Gefühl daheim zu sein. Die Kabine klein, die Halle kalt und ein durch Straßenschuhe in Mitleidenschaft gezogener Hallenboden. Einzig allein die tadellos funktionierende Decke zerstörte die Illusion eines Heimspiels im eigenen Schulzentrum.

2. Lautstarke Unterstützung und Druck für den Athletiktrainer

Während sich die Halle nach und nach füllte bekamen die Hornissen das ungute Gefühl, erneut Teil einer Hauptattraktion im Süden der Pfalz zu werden. Die fast volle Tribüne war zu dreiviertel auf Heimsieg getrimmt. Der Mundenheim Block daher, schwer zu erahnen, zahlenmäßig weit unterlegen. Als der Anwurf immer näher rückte wuchs der VTV-Block jedoch kontinuierlich an. Durch die Ankunft eines Großteils der Damen 2 war das Duell auf der Tribüne von 2 auf 13 gegen 100 angestiegen. Besonders unter Druck der Athletiktrainer der Damen 2 und nach mehrwöchiger Wartezeit endlich spielberechtigt: Philipp Geib.

3. Das ist immer noch ein Spielbericht.

Anpfiff.
Nachdem die Platzwahl verloren wurde durften/mussten die Hornissen den ersten Angriff der Partie führen. Wer sich die restlichen Berichte durchgelesen hat oder zumindest die bisherigen Ergebnisse kennt, weiß dass das nicht gerade die Paradedisziplin der Herren 2 ist. Allen Vorurteilen zum Trotz endete dieser jedoch tatsächlich mit einem Torerfolg. Noch unglaublicher wurde es als im zweiten Angriff der zweite Treffer folgte. Die Hornissen hatten tatsächlich den besseren Start erwischt. Ein fast schon in Vergessenheit geratenes Gefühl. Was NUR am ebenso von Beginn an motivierten VTV-Block lag. Das war die ersten 15 Minuten ein Heimspiel vor eigenen Zuschauern. Der Mix aus Panik und Sprachlosigkeit oder wahrscheinlich aufgrund der Prämisse Aktion – Reaktion brachte die HSG dazu die Trommeln zu aktivieren. Nun waren auch die Fans der Heimmannschaft in der Partie angekommen. Doch davon ließ sich der VTV-Block nicht beeindrucken. Egal ob im Angriff oder in der Abwehr oder beim Timeout, wahrscheinlich sogar die gesamte Halbzeitpause hindurch. Gefühlt waren es 100 gegen 100.
Hätte die auf dem Feld agierende zweite Hornissengarde jetzt auch noch weiterhin so konsequent abgeliefert…wäre das ja fast schon zu schön gewesen.

4. Jetzt wird vielleicht auch wirklich mal auf das Spielgeschehen eingegangen

Die frühe Zwei-Tore Führung wurde kurz darauf egalisiert (2:2 3.). Nach zwei schwachen Angriffen in Folge waren die Herren 2 wieder mit der Realität konfrontiert. Waren dann aber ganz schnell wieder am Träumen als sie kurz darauf erneut mit zwei Toren in Führung gingen (3:5 6.).  Absetzen konnten sich die Hornissen jedoch nie. So kam es schließlich zum erneuten Ausgleich (9:9 21.). Der Halbzeitstand von 13:13 war gerechtfertigt, aus VTV-Sicht jedoch vermeidbar. Während im Angriff gleichermaßen Fehlwürfe wie Treffer entstanden (darunter zwei verworfene Siebenmeter) waren es in der Abwehr ebenfalls Siebenmeter die den Hornissen das Leben schwer machten. Fünf der 13 Gegentreffer entstanden so.
Im zweiten Durchgang gelang es den Hornissen den ersten Rückstand anfangs noch zu vermeiden. Mit dem Treffer zum 19:18 war es dann schließlich soweit (42.). Kurze Zeit später waren es diesmal die VTVler die nun einem Zwei-Tore Rückstand hinterherrennen mussten (22:20 48.). Keine zwei Minuten später war dieser jedoch genullt (22:22 49.). Die HSG kam nur vereinzelt durch die VTV-Abwehr. Erneut waren es Siebenmeter oder Konter die die Gastgeber hauptsächlich zu Treffern brachte. Also fast. Den die Lernkurve des VTV-Torhüters war an diesem Tag auf Rechtaußen eine Gerade. Nach dem dritten in Boccia Manier geworfenen und in Zeitlupe am Torhüter vorbei rollenden Ball blieb als Oberbegriff wohl nur noch Hoffnungslosigkeit übrig. Durch die dennoch größtenteils konzentrierte Abwehrarbeit konnten sich die Hornissen im Spiel halten. Beim Stand von 24:24 war der Halblinks positionierte Debütant der Herren 2, Philipp Geib, den strengen Blicken der Damen 2 ausgesetzt. Mit unausgesprochenem Verbot in Atemnot zu geraten bzw. nur einen Hauch von Konditionsmangel zu zeigen, stand dieser gehörig unter Druck. Traf kalt dieser zur erneuten VTV-Führung per Siebenmeter (24:25 53.). Ebenfalls zum 25:26 (57.). Nach kurzzeitigem Rückstand auch zum 27:27 (59.). Bei noch 24 Sekunden legten die VTVler ihre letzte Auszeit. Oberstes Ziel war es zumindest den einen Punkt zu retten. Die Furcht vor einer offensiven Abwehr war groß. Diese kam glücklicherweise nicht. Über die gesamten 24 Sekunden nicht. So konnten die Hornissen den Ball in ihren Reihen halten. Da die Gäste wohl auf Zeit spielten. Als vom Schiedsrichter das von Sekunde Eins geforderte Zeitspiel angenommen wurde, hielten sich die VTVler zum ersten Mal in der Partie an ihre Vorgabe, im Angriff ruhig zu bleiben. Bei noch zwei ausstehenden Pässen geriet der Ball erneut in die Hände von Philipp Geib, der zwei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielte.

5. Spa und Wellness Center Anweiler

Die Freude auf Seiten der VTVler war aufgrund des Sieges nur schwer zu dämmen. Ein Sieg der natürlich NUR aufgrund der lautstarken Unterstützung der reiselustigsten Spielerfrauen sowie der Fangruppierung der Damen 2 zustande kam (Termin zum revanchieren wird bereits gesucht!). Mit dem ersten Sieg seit Monaten (fragt nicht nach den Testspielergebnissen), wurde hoffnungsvoll die Kabine betreten. Vielleicht wäre hier ja noch warmes Wasser. Man hörte das Schreien der (VTV) Spieler noch am Halleneingang knapp 50 Meter weiter. An die Spieler der HSG: Wir dachten wir hätten es schon kalt mit unseren 13 Grad. Aber das war eine ganz andere Liga. Wir sind im Gedanken bei euch.

6. Werbepause

Das nächste Spiel der Hornissen gegen die dritte Garde der TuS KL-Dansenberg am kommenden Samstag fällt aufgrund Spielermangels aus. Spielermangels der dritten Garde der TuS KL-Dansenberg.
Nachholspiel: Wahrscheinlich am 23.10 im Schulzentrum Mundenheim (mT).

Es spielten:

Muth
Geib (6 3/3 Kannst durchatmen), Bappert (4 0/1 Hör auf die Siebenmeter mittig zu werfen), Hofmann (3 0/1 Du auch), Walch (3), Heiser (3), Trefz (3), Erlewein (3), Wüst (2), Schäfer (1 dafür taktisch ne 10), Keller, Sémon
Hossa Munnrem!